Vitamin B2: Schützt die Nerven, steckt in Quark

Vitamin B2 wird auch Riboflavin genannt, früher sagte man auch Laktoflavin oder Ovoflavin (falls euch die Begriffe mal irgendwo begegnen, wisst ihr jetzt Bescheid).

Warum ist Vitamin B2 so wichtig? 

Der Stoff wirkt im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Aminosäuren, Eisen, Fettsäuren und anderen Vitaminen mit. Es ist für die Erhaltung einer wichtigen Schutzschicht um unsere Nervenbahnen unerlässlich. Und auch für die richtige Entwicklung und das Wachstums eines Embryos muss die Mutter viel Vitamin B2 aufnehmen.

Wenn wir zu wenig Vitamin B2 haben, können verschiedene Symptome auftreten (die aber nicht eindeutig zuzuordnen sind): Müdigkeit, Entzündungen der Mund- und Nasenschleimhaut, Netzhautveränderungen oder kleine Risse rund ums Auge.

Welche Lebensmittel enthalten Vitamin B2? 

Viel Riboflavin bekommen wir (außer durch Leber, die fast immer vorn liegt) durch Pilze wie Champignons und Austernpilze. Gute Lieferanten sind auch Milch und Milchprodukte, außerdem Fisch wie Seelachs, Makrele und Zander. Bei pflanzlichen Produkten ist grünes Gemüse wie Brokkoli, Spinat und Grünkohl vorn dabei.

Unser Tagesbedarf könnte zum Beispiel gedeckt werden durch: 600 Gramm Quark, vier Eier, zwei Kilo Gemüse oder ein Kilo Roggenvollkornmehl. Wir sollten also auf eine Kombination setzen…

Was ist bei Vitamin B2 zu beachten? 

Dieser Mikronährstoff ist zwar hitzebeständig, aber da er wasserlöslich ist, wird beim Kochen einiges ins Wasser abgegeben. Und auf zu viel Licht reagiert Vitamin B2 empfindlich – eine dunkle Lagerung hilft also.

Außerdem interessant: Riboflavin steht immer im Zusammenhang mit der Gelbfärbung von Stoffen. Wenn man die nötige Menge aufgenommen hat, wird der Rest ausgeschieden und der Urin färbt sich deutlich gelb. Eine Überdosierung ist also nicht möglich – unser Körper entscheidet in diesem Fall selbst, was er braucht und was er loswerden will.