Hirse macht schöner – und zwar rund um die Uhr

Wenn es um Hirse geht, erwähnen die meisten Menschen ihre Wellensittiche. Für sie ist das Getreide Kindheitserinnerung und Vogelfutter – dabei sollte Hirse in die Gegenwart gehören. Und auf den Tisch. Morgen, mittags, nachmittags, abends und gern auch zwischendurch.

Was ist Hirse überhaupt?

Bei Hirse handelt es sich um ein echtes Getreide (anders als zum Beispiel Buchweizen, der oft „Pseudo-Getreide“ genannt wird) – und sie ist von Natur aus glutenfrei. Vermutlich ein Grund, warum sie gerade wieder so angesagt ist. Die Körner erobern langsam wieder die Supermarktregale und Foodblogs der Welt, dabei zählt Hirse zu den ältesten Getreidearten überhaupt.

Ursprünglich kommt sie aus dem asiatischen Raum, sie war auch mal bei uns weit verbreitet, dann wurde sie durch andere Getreidearten und Kartoffeln verdrängt. Meistens kommt Hirse aus dem Ausland, regional können wir sie leider nur selten kaufen.

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Es gibt verschiedene Arten von Hirse, hier ein paar Fakten:

  • Rispenhirse – das ist die Sorte, die wir essen
  • Kolbenhirse – das ist die Variante für die Vögel
  • Meistens kommt Goldhirse in den Handel, das ist bereits geschälte Rispenhirse
  • Manchmal wird auch ungeschälte Braunhirse verkauft – noch näher dran am Originalprodukt
  • Auch Teff ist eine Hirseart: Ein weiteres Lebensmittel, das in der Health-Food-Bewegung gefeiert wird

Warum ist Hirse so gesund?

Hirse gilt neben Hafer als Getreide mit dem höchsten ernährungsphysiologischen Wert. Bedeutet: Da ist megaviel Gutes für uns drin. Unter anderem sind die Vitamine A, C, B1 und B2 enthalten – außerdem Kalzium, Magnesium, Eisen, Fluor und Silizium. Und diese Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass Hirse bei Fans als Beautyfood gilt.

Denn vor allem Silizium ist total wichtig für Haut, Haare und Nägel – bei einem Mangel kann die Haut bleich und faltig werden. Auch die Kollagenbildung wird bei einem Siliziummangel gestört. Und ohne Kollagen kein festes Bindegewebe. Silizium macht also schön und strahlend – und dazu kann eine regelmäßige Portion Hirse ihren Beitrag leisten.

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Wie kann man Hirse essen?

Wie bei allen Getreiden gibt es superviele Möglichkeiten. Die Körner sind pur zu kaufen und dann wie Reis, Dinkel oder Quinoa zu verwenden – einfach kochen und zur Beilage küren. Es gibt auch Hirseflocken (zum Beispiel fürs Müsli) und Hirsemehl.

Das eignet sich vor allem für Breie oder Frühstücksporridge, zum Backen ist es nur bedingt sinnvoll. Grund dafür ist das fehlende Gluten, das zwar einige Menschen vermeiden wollen, das beim Backen aber als Klebeeiweiß wichtige Eigenschaften erfüllt. Man kann Hirse jedenfalls süß und herzhaft und damit zu jeder Tageszeit essen. Wer Inspiration fürs nächste Hirse-Meal sucht: Rezepte folgen unten.

Sollte man Hirse einweichen?

Puuuh, schwieirig. Hier gehen – wie so oft beim Einweichen – die Meinungen auseinander. Zumindest sollte man Hirse waschen, um die Bitterstoffe zu entfernen. Ob sie auch so viel Phytinsäure enthält wie zum Beispiel Quinoa, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Was genau stimmt, kann ich nicht sagen.

Glaubt man der Phytinthese, dann sollte man Hirse einweichen, weil die Säure die Aufnahme von wichtigen Stoffen hemmen kann. Schaden kann es jedenfalls nicht – und zumindest gründlich heiß waschen ist Pflicht.

Danke, Hirse!

Übrigens: Hirse war für Veronika Pachala von „Carrots for Claire“ der Einstieg ins gesunde Essen. Möglicherweise hätte sie ohne Hirse nicht ihren Blog gestartet und so viele Menschen mit ihren Rezepten (und ihrer Botschaft) erreicht. Schon allein dafür sollten wir Hirse dankbar sein.

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Großartige Rezepte mit Hirse:

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