Zucchini: Nicht nur als Nudeln toll – aber auch

Nein, das wird kein Low-Carb-Text. Denn ich habe nichts gegen Kohlenhydrate. Sie gehören zu den wichtigsten Nährstoffen und liefern uns ganz viel Energie. Und wenn man sie zum Beispiel in dieser oder dieser Form aufnimmt (Hafer und Dinkel – klickt nur, wenn es euch interessiert), dann leisten sie ziemlich großartige Dinge für uns.

Trotzdem habe ich vor einigen Jahren Zucchini-Nudeln in mein Leben geholt und seitdem nicht mehr gehen lassen. Schließlich sind Zucchini Gemüse – und davon kann man nie genug haben. Also schauen wir uns an, was Zucchini draufhaben, ob mit oder ohne Spiralschneider.

Als Zucchini-Nudeln oder roh: Zucchini sind gesund!

Wann haben Zucchini Saison?

Etwa von Juni bis Oktober wachsen Zucchini auch in Deutschland – und zwar in den verrücktesten Formen. Während man im Supermarkt immer die handlichen, einheitlich grün gefärbten Exemplare bekommt, sehen sie aus dem Garten oder vom Bauern oft ganz anders aus.

Sie können riesig werden (sodass jeder Spiralschneider hilflos daneben liegt), oft sind sie gelb, bei unserem Bauern werden auch runde, kugelige Zucchini angeboten, die sich zum Beispiel fantastisch zum Grillen eignen – ebenfalls eher weniger für die Nudelvariante. Übrigens sind Zucchini eine Zuchtform vom Kürbis, wusstet ihr das?

Warum sind Zucchini(-Nudeln) so gesund?

  • Zucchini bestehen zu etwa 90 Prozent aus Wasser. So liefern sie uns viel Feuchtigkeit, wovon unser Körper grundsätzlich profitiert (vor allem bei Menschen, die nicht genug trinken).
  • Zucchini bringen viele wichtige Vitamine mit, unter anderem Vitamin C und Vitamin K.
  • Zucchini enthalten Beta-Carotin (dessen Wirkung ich bei den Möhren erklärt habe). Wie oft bei grünem Gemüse kommen viele Menschen da nicht drauf, weil sie Beta-Carotin mit der Farbe Orange assoziieren. Aber die grünen Pflanzenfarbstoffe sind noch stärker, deshalb kann sich das Beta-Carotin auch in Zucchini oder Spinat verstecken.
  • Es sind auch viele Mineralstoffe dabei, vor allem Kalium (das den Feuchtigkeitstransport im Körper reguliert), Eisen (das unfassbar wichtig ist, unter anderem für unser Blut), Kalzium (das wir für Knochen und Zähne brauchen) sowie Phosphor (das für den Aufbau von Zellwänden benötigt wird).
  • Und auch wenn ich hier eigentlich nicht über Kalorien schreibe: Zucchini sind durch den hohen Wasseranteil sehr kalorienarm – vielleicht überzeugt das ja die letzten Skeptiker.

Als Zucchini-Nudeln oder roh: Zucchini sind gesund!

Wie werden aus dem Gemüse Zucchini-Nudeln?

Ich kann nur eine Variante erklären, weil ich selbst nur diese praktiziere: Einfach eine Zucchini durch den Spiralschneider drehen – fertig. Es gibt verschiedene Modelle dafür, sie kosten nicht mehr als 15 Euro und halten wirklich lang. Wenn die Zucchini-Nudeln gedreht sind, einfach bei mittlerer Hitze ein paar Minuten in etwas Öl anbraten – und dann wie Spaghetti essen. Man kann den Prozess wohl auch mit einem ganz normalen Gemüseschäler durchführen, aber da fehlen mir die Erfahrungswerte.

Als Zucchini-Nudeln oder roh: Zucchini sind gesund!

Kann man Zucchini auch roh essen?

Ich mache das nur sehr selten, aber: Ja, man kann. Und man sollte sogar von Zeit zu Zeit, da einige der enthaltenen Powerstoffe hitzeempfindlich sind und durch Kochen oder Braten reduziert werden. In einem meiner Lieblingsläden in Köln werden oft durch den Spiralschneider gedrehte rohe Zucchini-Nudeln auf einer Salatbowl serviert – auch eine ziemlich gute Sache.

Aufpassen sollte man nur, wenn eine Zucchini ungewöhnlich bitter schmeckt. Laut Bundeszentrum für Ernährung kann sie je nach Sorte und Wachstumsbedingungen Bitterstoffe bilden, die in höheren Konzentrationen unschöne Nebenbedingungen wie Durchfall und Erbrechen haben können. Passiert aber wohl nur selten – und das hat nichts damit zu tun, ob wir sie roh essen oder angebraten haben. Ich sag es nur mal dazu.

Als Zucchini-Nudeln oder roh: Zucchini sind gesund!

Großartige Rezepte mit Zucchini(-Nudeln):