Warum Birnen gerade jetzt (noch) sexy sind

Nähern wir uns dem Thema doch mal von der botanischen Seite – einfach, weil es so schön klingt. Birnen sind „eine Gattung baum- und strauchförmiger Rosengewächse“ (sagt mein Ernährungs-Brockhaus). Besonders weit verbreitet ist der Kulturbirnbaum: Ein Kernobstgehölz, dessen Früchte in Tafel-, Koch- oder Mostbirnen unterteilt werden. Klingt schick, oder?

Aber natürlich sind Birnen auch gesund – und gerade in diesem Winter sind sie zu einem meiner persönlichen Obst-Stars geworden. Gucken wir uns an, warum und wieso wir jetzt noch ganz schnell einen Birnen-Großeinkauf machen sollten.

Birnen: Gesund und regional erhältlich

Wann haben Birnen Saison? Und wo wachsen sie?

Seit ich versuche, vorwiegend regionales Obst und Gemüse einzukaufen, ist der Winter manchmal hart und recht einseitig. Äpfel gehen immer, klar – und zum Glück habe ich Äpfel schon immer geliebt. Aber zwischendurch mal eine Banane, Mango oder frische Orange? Schmeckt gut, tut uns gut, dem Klima aber leider nicht.

Also: Was wächst im Winter beim Bauern um die Ecke? Birnen – und zwar in vielen Sorten und superlecker. Bevor ich mich an diesen Text gesetzt habe, dachte ich, die Birnen und ich hätten noch ein bis zwei entspannte Monate vor uns. Aber dann erfuhr ich, dass Birnen eigentlich nur bis Dezember Saison haben. Da sie sich ganz gut lagern lassen, bekommen wir sie aber auch im Januar noch direkt aus der Region. Greifen wir also zu, solange es geht.

Das ganze Jahr über sind Birnen natürlich aus dem Ausland zu bekommen. Falls wir auch im Sommer nicht auf Birnen verzichten können, dann sollten wir darauf achten, dass sie immerhin aus Europa kommen und nicht um die halbe Welt zu uns fliegen.

Birnen: Gesund und regional erhältlich

Was macht Birnen gesund?

Ich habe nicht den Eindruck, dass sie besonders oft wegen ihrer tollen Inhaltsstoffe abgefeiert werden – dabei sind Birnen gesund. Und zwar aus folgenden Gründen:

  • Birnen liefern unter anderem Vitamin B1, B2, Vitamin C und Folsäure, auch das Provitamin A (also eine Vorstufe von Vitamin A) ist dabei. Was diese Stoffe Gutes für unsere Körper tun, erfahrt ihr in den verlinkten Texten. Halten wir hier nur fest: Ohne ausreichende Vitamine geht in unserem Körper nichts – und durch Birnen bekommen wir eine Menge davon.
  • Außerdem liefern Birnen Kalium. Dieser Mineralstoff sorgt unter anderem dafür, dass der Feuchtigkeitstransport im Körper funktioniert. Gerade im Winter, wenn die Haut oft trocken ist, ist Kalium also super. Durch Birnen bekommen wir etwa 116 Milligramm pro 100 Gramm. Zugegeben: Der Kalium-Star Banane liefert mehr als 400 – aber mit Birnen sind wir immerhin auf dem richtigen Weg zu toller Haut.
  • Auch Kalzium (wichtig für Knochen und Zähne), Phosphor (ebenfalls unentbehrlich für Knochen und Zähne) und Eisen (worauf Sauerstofftransport und Blutbildung angewiesen sind) stecken in Birnen. Also eine ganze Ladung guter Dinge!
  • Birnen enthalten außerdem nur wenig Fruchtsäure, wodurch sie als gut verträglich gelten – auch für empfindliche Mägen. Durch den hohen Fructosegehalt schmecken sie süß und liefern schnell Energie. Allerdings sollten wir darauf achten, nicht zu viel Fructose auf nüchternen Magen aufzunehmen, das kann einiges durcheinanderwirbeln.

Wie bei Äpfeln und anderen Obstsorten sitzen die meisten guten Nährstoffe direkt unter der Schale. Also: Birnen gut waschen und dann mit Schale essen.

Birnen: Gesund und regional erhältlich

Gehören Birnen in den Kühlschrank?

Wenn wir Birnen kaufen, sollten wir darauf achten, dass sie noch fest, aber nicht mehr zu hart sind. Außerdem haben sie besser keine Druckstellen oder wirken matschig – dann sind sie schon überreif.

Wenn Birnen noch unreif sind (also relativ hart und wir sie lieber weicher essen möchten), dann sollen sie bei Zimmertemperatur nachreifen. Haben sie den idealen Status erreicht, lagern wir sie besser im Kühlschrank, damit sie sich noch ein paar Tage halten. Das wusste ich bislang noch nicht und habe es noch nie versucht – aber alle Experten raten dazu. Wie schön, dass ich hier immer dazulerne.

Ob Birnen knackig sind oder mehlig schmecken, hängt übrigens nicht von der Sorte, sondern vom Reifegrad ab. Eine mehlige Konsistenz spricht dafür, dass die Birnen schon etwas zu lange herumliegen.

Birnen: Gesund und regional erhältlich

Großartige Rezepte mit Birnen