Schoko-Bananenbrot: Ein Rezept mit fast gutem Gewissen

Reden wir über Bananen. Also nur, falls es euch interessiert. Wer nur fürs Schoko-Bananenbrot-Rezept hier ist, scrollt einfach nach unten. (Ehrlich gesagt mache ich das bei vielen Foodblogs auch immer so.) Aber da es hier ja normalerweise nicht um Rezepte, sondern um Lebensmittel geht, rede ich erst über Bananen.

Sind Bananen ungesund?

Ich habe so etwas schon oft gehört: „Bananen sind doch die Schokolade unterm Obst, oder? Dann esse ich lieber Schokolade.“ Erstens: Bei der richtigen Schokolade (und echtem Kakao) spricht ja gar nichts dagegen. Zweitens: Nur weil die Banane etwas gehaltvoller ist als vielleicht ein Apfel oder eine Nektarine, macht sie das noch lange nicht ungesund. Ich finde: Mit Bananen backen ist Backen mit gutem Gewissen – zumindest bezogen auf die Inhaltsstoffe.

Schoko-Bananenbrot ganz ohne Zucker

Was Bananen gesund macht

Bananen sind Energielieferanten – und zwar liefern sie schnell verfügbare Energie. Das ist der Grund, warum zum Beispiel bei Marathonläufen oft Bananen am Rand verteilt werden. Und auch wenn sonst lieber auf Kohlenhydrate setzen, die langsam verdaut werden – grundsätzlich ist das eine positive Eigenschaft der Banane.

Dazu kommt:

  • Bananen enthalten verschiedene Mineralstoffe, wie zum Beispiel Kalium, das wichtig für den Feuchtigkeitstransport im Körper (und auch in die Haut) ist.
  • Außerdem sind viele B-Vitamine enthalten, zum Beispiel Vitamin B6, das eine zentrale Rolle im Protein-Stoffwechsel spielt.
  • Bananen gelten als leicht verdaulich, sie wirken beruhigend bei Magen-Darm-Problemen. Und was gut für den Darm ist, ist immer gut für uns.
  • Und natürlich enthalten Bananen auch noch eine Menge Ballaststoffe, die super für unsere Verdauung sind.
Schoko-Bananenbrot ganz ohne Zucker

Bananen bio und fair trade kaufen?

Weitere Gründe, warum ich Bananen super finde: Weil sie dafür sorgen, dass jeder Smoothie cremiger wird, weil man Nicecream aus ihnen machen kann – und weil sie nun mal eine Hauptzutat für (Schoko-)Bananenbrot sind. Und ich es großartig finde, dass es Bananenbrot gibt. Es ist für so viele Menschen der Einstieg in gesundes Backen – das sollten wir feiern, das sollen wir fördern.

Aber: Bananen wachsen nicht bei uns im Garten. Sie brauchen Sonne und hohe Temperaturen. Und das ist der Punkt, bei dem das nicht ganz so gute Gewissen ins Spiel kommt…

Es gibt zwar mehr als 1000 Bananensorten, in unseren Supermärkten landen aber nur sehr wenige von ihnen. Und die werden oft in Monokulturen in Süd- und Mittelamerika oder Südostasien angebaut. Regional ernähren? Mit Bananen nicht machbar.

Deshalb ist es in meinen Augen umso wichtiger, bei Bananen auf Bio- und Fair-Trade-Siegel zu achten. Die stellen sicher, dass eben nicht nur Monokulturen angebaut werden, auf denen Pestizide gespritzt werden müssen, um das Ausbreiten von Schädlingen zu verhindern. Und: Fair-Trade-Bananen unterstützen die Arbeiter auf den Plantagen und stellen gerechte Arbeitsbedingungen sicher. So wird das Gewissen immerhin etwas leichter (und die Welt vielleicht ein kleines Stückchen besser).

Bananen aus Europa kaufen?

Was ich schade und ziemlich unverständlich finde: Es gibt auch Bananen aus europäischen Ländern – aber die bekommen wir bei uns kaum. Auf den Kanaren zum Beispiel wachsen sie, sie werden allerdings fast nur auf den Inseln selbst und in Spanien verzehrt.

Ich habe gelesen, dass künftig mehr kanarische Bananen auch nach Deutschland importiert werden sollten (was toll wäre, wenn genügend vorhanden sind). Dafür müssen wir aber auch bereit sein, sie zu kaufen. Denn kanarische Bananen sind oft etwas kleiner, krummer und gefleckter – und da ist der deutsche Konsument bekanntlich kritisch.

Schoko-Bananenbrot ganz ohne Zucker

Rezept fürs Schoko-Bananenbrot

Und jetzt endlich das Rezept. Es stammt von Sarah Britton und ihrem wunderbaren Blog „My New Roots“ – ich mag es wirklich gern. Und vor allem ist es so wandelbar: Ihr könnt es mit Olivenöl, etwas weniger Ahornsirup und Kürbiskernen machen, dann schmeckt es ziemlich herzhaft. Oder ihr verwendet Kokosöl, die komplette Süßungsmenge und Walnüsse, dann ist es fast ein Kuchen. Probiert es aus und passt es an – immer und immer wieder.

Die Zutaten sind im Originalrezept in Tassen angegeben und ich habe sie noch nie umgerechnet, weil ich es wahnsinnig praktisch so findet. Sorry an alle, die lieber Gramm-Rezepte mögen.

Zutaten fürs Schoko-Bananenbrot:

  • ¼ Tasse Pflanzenmilch (ich benutze Mandel- oder Hafermilch)
  • 6 EL Olivenöl, Ghee oder Kokosöl
  • 6 EL Ahornsirup
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • Ca. 5 reife Bananen. Wer mag, nimmt eine weitere als Topping
  • 2 Tassen Dinkelvollkornmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • ½ TL Meersalz
  • ¾ Tasse / ca. 80 Gramm gehackte dunkle Schokolade (mit möglichst hohem Kakaoanteil – ich benutze am liebsten 99%-ige)
  • Grobes Meersalz zur Deko
Schoko-Bananenbrot ganz ohne Zucker

Zubereitung des Schoko-Bananenbrots:

  • Den Ofen auf 180 Grad/Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Die Bananen zerdrücken und mit der Milch, dem Ahornsirup, der Vanille und dem Öl vermixen.
  • In einer großen Schüssel alle trockenen Zutaten mischen (Mehl, Backpulver, Natron, Salz), dann die Bananenmischung hinzugeben und alles vermixen.
  • Zum Schluss hebt ihr Schokolade, Nüsse und Kerne unter (die vorher gehackt werden müssten).
  • Den Teig jetzt in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen. Fürs optionale Topping schneidet ihr die übrige Banane längs auf und drückt sie leicht in den Teig. Das grobe Meersalz könnt ihr auch weglassen, falls ihr auf eine süße Variante setzt und die Kombination nicht mögt.
  • Die Backdauer variiert je nach Ofen, bei mir ist das Bananenbrot meist nach etwa 40 Minuten fertig.
  • Lasst das fertige Bananenbrot auskühlen, bevor ihr es anschneidet.

Und dann lasst es euch schmecken, genießt es und habt eine wunderbare Zeit!